Tutorialreihe: Synology DiskStation (DSM6)

Ich plane eine Tutorialreihe die vom initialen Aufsetzen der DiskStation, Netzwerk-Setup, Zugriff von außen und der Konfiguration diverser Dienste und Anwendungen reicht.

Eigentlich wollte ich nur mein SSL-Zertifikat aktualisieren, leider ging das nicht wie ich wollte und ich hab die Commandline zur hilfe genommen, da dort die Fehlermeldungen aussagekräftiger sind. Geendet hat das ganze in einer zerstören Zertifikatsverwaltung (Zertifikate anlegen/löschen ging noch aber ich konnte sie nicht mehr einzelnen Diensten zuweisen). Der Synology-Support hat mir mitgeteilt, dass nur eine neuinstallation der Firmware hilft. Das ist auf der DiskStation kein großes Problem, die Firmware kann neu installiert werden, ohne die Daten anzugreifen. Davor müsste/sollte man nur ein Backup der Konfig und der einzelnen Dienste anlegen, dass man dannach wieder neu einspielt und alles sollte wieder so laufen wie es soll.
Ich hab aber schon länger  mit der Idee gespielt die DiskStation neu aufzusetzen. Ich habe doch viel ausprobiert und es ist viel Müll angefallen Hauptgrund ist aber: Ich habe die DiskStation noch mit DSM 5 konfiguriert. Mit DSM 6 haben sich viele Einstellungen verschoben oder geändert und vorallem durch nginx als Proxy-Server hat sich einiges geändert. Einige Netzwerk-Konfigurationen haben funktioniert bzw nicht funktioniert und ich konnte nicht mehr ganz nachvollziehen warum. Ich hab auch viele Schritte und Einstellungen nicht dokumentiert, was es nochmal schwieriger macht gewisse Dinge nachzuvollziehen. Das möchte ich jetzt ändern und fange nochmal von vorne an.

Also zuerst mal knapp 3 TB an Daten sichern. Aufteilen musste ich das auf fast alle im Haushalt verfügbaren Geräte. Danach habe ich die Festplatten aus der DS genommen und an meinem PC angehängt. In der Datenträgerverwaltung alle Partitionen gelöscht, die Platten formatiert und wieder die Partition gelöscht. Ich nutze gleich die Gelegenheit und werde kein Raid 1 mehr konfigurieren. Mir ist langsam der Platz ausgegangen und größere Platten haben momentan keinen Platz in meinem Budget. Details dazu dann später.
Nachfolgend eine Liste mit den Tutorials die kommen werden. Die Liste wird eventuell noch ergänzt bzw. abgeändert. In der Liste finden sich auch meine bisherigen Tutorials zur Nextcloud auf der DiskStation. Die Reihenfolge der Tutorials entspricht grob der Reihenfolge in der ich meine DiskStation neu aufgesetzt habe. Die Tutorials müssen nicht unbedingt in der angegebenen Reihenfolge durchgeführt werden (abgesehen von der Neuinstallation natürlich), was ihr nicht braucht könnt ihr überspringen. Sollte irgendwo etwas gebraucht werden das in anderen Artikel beschrieben steht, weiße ich extra darauf hin. Ausgenommen sind die letzten beiden Tutorialgruppen. Beide behandeln aufbauende Themen, die meist etwas Vorarbeit erfordern bzw. die Themen zu Sicherheit und Zugriff zeigen Beispiele und Optionen die nur Verfügbar sind wenn man gewisse Pakete installiert hat.

Noch ein paar Worte zum Aufwand: Die Tutorials zu Setup und Apps sind meist auch recht kurz und auch schnell umgesetzt. Synology sticht im Bereich Software die Konkurrenz aus, nicht nur was das Angebot angeht, auch die schnelle und einfache Einrichtung. Erst wenn es um die Absicherung geht, muss man etwas mehr Zeit investieren. Das Thema Sicherheit sollte man auch nicht auf die leichte Schulter nehmen, gerade wenn man diverse Dienste der DiskStation auch im Internet nutzen möchte.
Richtig viel Zeit investieren kann man, wenn es um die Installation von Software geht, die nicht als Synology Paket vorliegen. Grundsätzlich ist eine DiskStation auch nur ein Linux-Server daher kann man generell fast alles zum laufen bringen, dass auch auf einem gewöhnlichen Linux-Rechner läuft. Allerdings gibt es hier oft Limitierungen und Umwege, mit denen man sich herumschlagen muss. So sind z.B. Dienste wie TeamSpeak und Docker nicht auf allen DiskStations möglich, diese setzen eine Intel-CPU und genügend RAM voraus. Gerade bei den kleineren Einsteigermodellen geht das Aufgrund von ARM-CPUs und geringem RAM nicht. Andere Hürden stellen die – oft von herkömmlichen Linux-Installationen abweichenden – Ordnerstrukturen und Konfigurationsdateien, dar. Es kommt auch vor, dass Synology-Pakete im Funktionsumfang nicht den offiziellen Versionen entsprechen.

Tutorials

Die vielen Möglichkeiten einer DiskStation

Die DiskStation bietet eine vielzahl an Möglichkeiten wie man auf seine Datein zugreifen kann. Vorallem für Multimedia-Daten stehen eine Fülle an Optionen – nicht nur für den Zugriff, sondern auch für die Aufbereitung und Wiedergabe, zur Verfügung. Kaum ein Protokoll oder Dienst kann nicht irgendwie auf der DiskStation zum Laufen gebracht werden. Es fällt somit leicht, die DS in ein bestehendes Umfeld einzufügen bzw für den gewünschten Betrieb herzurichten. Hat man bisher keine der möglichen Optionen im Einsatz, kann es etwas schwierig werden, die richtige für sich zu wählen. Die meisten Optionen sind aber auf der DS schnell eingerichtet und ihr könnt testen welche euch am besten Zusagt, auch ein Wechsel ist meist kein Problem. Ich möchte euch hier eine kleine Übersicht (die ganz sicher nicht vollständig ist) bzw. Entscheidungshilfe in zwei Bereichen geben, die ich selbst schon getestet habe. Grundsätzlich ist das nur ein kleiner Denkanstoß, ich empfehle euch, probiert selbst aus und holt euch Detailinfos aus dem Netz. Ihr könnt eure Fragen dazu auch gerne in den Kommentaren stellen.

DLNA Mediaserver vs. Synology Media Pakete

Eigentlich ist das hier keine Entweder-Oder-Entscheidung, es spricht nichts dagegen beides in Verwendung zu haben. Ich wollte anfangs nur Videos, die auf meiner DS liegen über meine PS3 schauen (mein damaliger TV war kein SmartTV). Ich hatte bisher dazu immer den Rechner laufen auf dem der PS3 MediaServer installiert war. Ein an sich gutes Programm, das aber immer wieder Probleme gemacht hat. Zum einen musste ich viele Filme aufwendig konvertieren, zum anderen war mit PS3 MediaServer + WLAN ein streamen von 1080p nicht möglich. Auch haben einige Files und Formate immer wieder Probleme gemacht und generell war das ganze unbequem. Mit der DS hatte ich also neue Möglichkeiten und das einfachste für mich war DLNA, das kann die DS und das kann die PS3. Eingerichtet war das ganze recht schnell. Das lief auch recht reibungslos. Mit einem „neuen“ SmartTV (gebrauchter Samsung 2012er Modell) habe ich das ganze von der PS3 auf den TV verlagert, da gabs dann Probleme mit dem DLNA-Profil der DS, dass sich aber lösen lie?. Was mich hier gestört hat, waren 2 Dinge:

  1. Der DLNA-Client listet alle indizierten Ordner auf, egal wie die Rechte gesetzt sind. D.h. ich sehe am TV auch die Ordner mit den Fotos und der Musik. Rechte setzen funktioniert hier nicht. Anders als auf der PS3 hat der TV auch keinen Unterschied zwischen den Medientypen gemacht, er listet also in einem Zug File, Musik und Fotos auf. Daher musste ich jedes Mal durch 2 zusätzliche Ordner navigieren bis ich zu den Filmen gelangt bin. Das wollte ich so in der Form nicht.
  2. Die Navigation war sehr langsam. Auf der PS3 ging das scrollen sehr flott und die Scrollgeschwindigkeit hat sich bei vollem Anschlag des Sticks auch erhöht. Am TV konnte ich nur per Tastendruck scrollen. Halten war nicht, also pro Tastendruck ein Film nach unten. Es gab zwar eine „Blättern“-Taste mit der ich eine „Seite“ weiter schalten konnte (ca. 12 Filme) allerdings war die auch sehr langsam, da ich erst weiter schalten konnte, wenn eine Seite fertig aufgebaut (alle Filmnamen aufgelistet) war, was einige Sekunden gedauert hat.

Ich hab‘ sehr viel Zeit mit der Recherche im Internet verbracht, was die Möglichkeit angeht, Filme auf diversen Geräten wiederzugeben. Sehr häufig stößt man dabei auf MediaPlayer, die sehr beliebt sind, die aber seit 2015 keine neuen Modelle mehr erhalten und dementsprechend schwer zu bekommen sind; auf Plex und Kodi und natürlich ChromCast/Amazon Fire TV. Am Ende war alles mit der Anschaffung zusätzliche Hardware und teilweise viel Bastelarbeit verbunden. Die extra Hardware wollte ich nicht, aus Kosten-, Platz- und Energiegründen. Was mir dabei aber gut gefallen hat, ist die Auflistung der Filme in einer Mediathek inklusive Cover und Filminfos. Das fehlte mir bei DLNA auch.

Die Video Station von Synology bietet eigentlich all das – der Grund warum ich sie bisher nicht eingesetzt hatte, war, dass es für PS3 keine Client-App (DS Video) gab. Als ich aber gelesen habe, dass DS Video für Samsung SmartTV existiert habe ich mich gleich an die Umsetzung gemacht. Die hat aber recht schnell in einer Sackgasse geendet. Für ältere TV Modelle gibt es zumindest bei Samsung keine Major-Updates des Smart-Hubs und auch keine neuen App-Versionen. Mein TV aus 2012 wird gerade nicht mehr mit Updates versorgt. DS Video wurde außerdem aus dem Store genommen und konnte nur über das Developer-Konto installiert werden. Generell hab ich mit dem Samsung Smart-Hub überwiegend schlechte Erfahrungen gemacht, mein nächster TV wird wohl kein Samsung mehr.
Ich habe es nie geschafft, die Uralt-Version der App mit der DS zu verbinden. Auf meinem Andorid-Tablet ging das mit der neuesten Version problemlos. Kurz bevor ich aber die Video Station abgeschrieben habe, hab‘ ich von einem praktischen Feature von DS Video gelesen: Mit der App kann man einerseits Filme downloaden oder per Stream ansehen, die App listet aber auch DLNA-fähige Clients auf, die man als Streaming-Ziel auswählen kann. Und genau das hat alle meine Probleme gelöst.
Ich greife auf meine Mediathek – per Tablet/Smartphone – zu, wähle einen Film aus und streame ihn auf den TV. Die Lösung funktioniert seit ca. 2 Jahren reibungslos.

Gerade was Medienwiedergabe angeht, gibt es unzählige Lösungen und selbst die, die auf einem gewissen Standard basieren, können bei dem ein oder anderen Probleme verursachen (DLNA ist zwar ein Standard aber kein sehr strenger und was die Dateiformate angeht, machen viele Clients bei den unterschiedlichsten Formaten schlapp) oder bieten eben nicht das was man gerne hätte. Vielleicht läuft’s mit aktueller Hardware einfacher. Die Mediathek sticht für mich DLNA aus, alleine deswegen bleibe ich bei meiner Lösung.

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